Die Orgel

Die Orgelbaufirma Schuke (damals Potsdam) erbaute 1954 die Orgel in der St. Katharinenkirche. Sie hat 24 klingende Register, verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Da einige Register mehrere Pfeifen pro Ton klingen lassen, hat das Instrument insgesamt ca.1700 Pfeifen aus Holz und Metall. Außer dem elektrischen Gebläse für den nötigen Spielwind verlaufen alle zum Spielen notwendigen Handgriffe und Kraftübertragungen rein mechanisch.
Obwohl es die Schauseite des Instrumentes (Prospekt) vielleicht nicht vermuten läßt, ist aufgrund der Auswahl der Register (Disposition) und deren kanglicher Feinabstimmung in der Akustik der Kirche (Intonation) sowie weiterer Gründe die Orgel neben dem gottesdienstlichen Gebrauch besonders zum Vortrag von Kompositionen der Barockzeit geeignet. Um diesen Charakter etwas mehr zu betonen, wurde das Instrument ungleichstufig gestimmt (Neidhart 1724), was sich nicht nur vorteilhaft zur Darstellung von Tonartencharakteristika und auf die Durchhörbarkeit bei polyphoner Musik auswirkt, sondern dem Instrument sozusagen auch eine eigene Persönlichkeit verleihen konnte.
Inzwischen sind einige Instandhaltungsmaßnahmen nötig geworden, die teilweise auf die Materialauswahl zurückzuführen sind. Besonders die Bauteile aus Metall konnten wohl aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage der damaligen Zeit nicht in bester Qualität hergestellt werden. Das betrifft nicht nur entsprechende Haken und Ösen an verschiedenen Stellen der Mechanik, die während der letzten Reparatur ausgetauscht werden mußten, sondern auch die Metall-Legierungen, aus denen die Orgelpfeifen selbst hergestellt wurden. Die Auswirkungen bemerkt man sowohl bei der Ansprache als auch bei der klanglichen Qualität des erzeugten Tones. Unser Ziel ist es, durch die Bildung einer entsprechenden finanziellen Rücklage nach und nach die betreffenden Register auszutauschen zu können. Über Ihre finanzielle Unterstützung in dieser Sache würden wir uns sehr freuen. Diese sollte das Stichwort „Instrumentenrücklage Schwedt“ beinhalten.

Die Orgel im Gemeindesaal des Pfarrhauses in der Oderstraße
wurde im Jahre 1967 von der Firma Schuke-Potsdam gebaut und aufgestellt.
Sie hat 5-½ Register im Manual sowie ein eigenes 16-Fuß-Pedalregister und eine Pedalkoppel. Das Instrument wird zur musikalischen Begleitung der dort stattfindenden Gottesdienste und für den Orgelunterricht im Winterhalbjahr benutzt.

Die Truhenorgel der Firma Schuke-Berlin Zehlendorf
steht normalerweise im Gemeindezentrum der evangelischen Gemeinde in der Berkholzer Allee.
Die dort monatlich stattfindenden Sonntagsgottesdienste sowie andere gemeindliche Veranstaltungen werden mit diesem Instrument musikalisch begleitet.
Ebenfalls findet diese Orgel häufige Verwendung bei den Konzerten in der Kirche zur Begleitung von Sängern und Instrumentalisten. Hier kommt die kompakte und niedrige Bauweise besonders zum Tragen. Der Organist kann nämlich zwischen allen anderen Mitspielern sitzen, ohne deren Sicht zu behindern und hat so einen viel engeren Kontakt zu seinen Musikerkollegen und zum Dirigenten, als es von der Orgelempore aus möglich wäre.
Die Verwendung solcher Truhenorgeln bei Aufführungen von geistlicher Musik ist inzwischen Standard geworden.

Genauere Informationen erhalten Sie bei Orgelführungen, die auch kurzfristig mit dem Kirchenmusiker Herrn Andreas Kessler – insbesondere für Schulklassen – vereinbart werden können.