Die Geschichte der Stadt und der Kirche
Vierraden war eine Kleinstadt im Amtsbereich Gartz/Oder und ist seit Oktober 2003 ein Ortsteil von Schwedt, mitten im Nationalpark unteres Odertal. Die Stadt Vierraden hat ungefähr 1000 Einwohner.
Im letzten Weltkrieg wurde die Stadt zu 90% zerstört.
Mit davon betroffen war auch die Stadtkirche. Die Sanierung der Kirchruine ist als der Teil baulichen Entwicklung der Stadt Vierraden zu verstehen.
Die evangelische Stadtkirche zu Vierraden ist am 20. April 1945 infolge eines Bombardements, wie fast 90% alle Gebäude der Altstadt, abgebrannt. Erbaut worden war sie als letztes größeres Werk des Landbaumeisters Berlischky im Jahre 1788, nachdem ein Jahr zuvor ein Blitzschlag die Kirche eingeäschert hatte. 1959 wurde die Ruine provisorisch gesichert.
Dabei wurde der im oberen Teil stark zerstörte Turm um 8 m verkürzt. Aus einer Arbeit von Ludwig Böer ( Angermünder Heimatbücher Band 6, Verlag Paul Schimazek,
Angermünde 1935 ) geht hervor, daß der ursprüngliche Berlischky-Bau im vorigen Jahrhundert Veränderungen erfahren hat.
Danach entspricht die heutige Höhe des Turmstumpfs der von Berlischky gebauten. Die inzwischen abgerissene Sakristei war ein Anbau von 1900. Es muss uns also gelingen, die Ruine jetzt als Denkmal zu erhalten zumal somit weitgehend der ursprüngliche Berlischky-Bau bewahrt bliebe.
Es gibt von Berlischky nur noch den bekannten „Pavillon“ ( früher reformierte Kirche der Französich-Reformierten Gemeinde ) in Schwedt und das auch vom Verfall bedrohte Herrenhaus in Heinersdorf.
Instandsetzung
Eine geplante weitergehende Instandsetzung, Pläne zum Wiederaufbau liegen inzwischen vor, scheiterte 1960 daran, dass die Staatsorgane die Einfuhrgenehmigung für in Westberlin bereitliegendes Material zum Bau versagten. Außerdem fehlte es 1959/60 sogar an Zement, um wenigstens auf dem Turm einen Ringanker zu legen.
So ruhten die Wiederaufbaupläne zunächst.
Ab 1970 hat der Gemeindekirchenrat wiederholt über die Sache beraten. In einer kleiner werdenden Gemeinde schien ein Aufbau nicht geboten und nicht bezahlbar.
1990 wurde die Ruine unter Denkmalsschutz gestellt und 1994 gab der Gemeindekirchenrat eine photogrammmetrische Aufmessung der Ruine nebst Baugutachten in Auftrag.
Das Ergebnis waren bauverwertbare Zeichnungen aus dem Computer. Sowohl die Stadt Vierraden als auch die Kirchengemeinde verfügten über keinen größeren Raum für ihre Veranstaltungen.
Deshalb war es wünschenswert, die Kirche im Zusammenwirken mit der Kommune nutzbar zu machen. In mehreren Gesprächen im Rathaus, mit der Bürgermeisterin, dem Heimatverein und der Stadtverordnetenversammlung wurde diesbezüglich nicht nur Zustimmung, sondern auch deutliches Interesse signalisiert.
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